HDR Aufnahme

Tipps und Tricks zu dem Thema HDR - High Dynamic Range - Fotografie

Was ist HDR? - Das Prinzip von HDR genau erklärt

Mit HDR (High Dynamic Range) oftmals auch (H)DRI genannt ((High) Dynamic Range Increase) wird eine Bildbearbeitungs-Technik bezeichnet, bei der mehrere Bilder einer Belichtungsreihe zu einem Bild fusioniert werden.

HDR Fotos oder auch Hochkontrastbilder sind daher Fotos in denen ein deutlich größerer Kontrastraum abgebildet werden kann, als dies durch eine Aufnahme allein möglich wäre.

Herkömmliche digitale Bilder (Low Dynamic Images) sind nicht in der Lage den vollen Kontrastumfang der Natur in einem Bild einzufangen, aus diesem Grund arbeitet man mit verschiedenen Techniken um ein Foto mit einem hohen Umfang an Kontrast zu erstellen. Diese Bilder wirken somit oft natürlicher und entsprechen stärker dem wahrgenommen Bild der abgelichteten Situation.

Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz von DRI auch die künstlerische Verfremdung, indem ganz gezielt bestimmte Kontrasträume betont und oder hervorgehoben werden. Generell kann man daher sagen das die HDR Technik ihre Wahre stärke in schwierigen Belichtungssituationen entfaltet, wie zum Beispiel bei Nachtaufnahmen, Gegenlicht, Innenräume mit hellen Fenstern bzw. mit schlechter Ausleuchtung. Je stärker der Abstand zwischen Licht und Schatten oder Lichtreflexionen und Spiegelungen, je größer der Verlauf.

Die Welt der HDR Aufnahmen lässt keinen Platz für Schnell- oder Schnappschüsse ist. Eine sorgfältige Planung und Vorbereitung ist unerlässlich um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Hat man erst einmal den Dreh raus entdeckt man eine vollkommen neue Welt mit neuen fotografischen Möglichkeiten!
Das Ergebnis sind wunderschöne Fotos mit einem hohen Umfang an Kontrast.

Glossar

Was ist eigentlich eine Belichtungsreihe?
Als Belichtungsreihe versteht man in der Fotografie eine Reihenaufnahme eines Motiven mit verschiedenen Belichtungseinstellungen. Die Veränderung der Belichtung erfolgt entweder über die Dauer der Belichtungszeit oder wird über die Blende gesteuert.

Ebenfalls mit einem Blitzgerät kann man Belichtungsreihen erzeugen. Diese Technik wird als Blitzbelichtungsreihe (FEB) bezeichnet. Anhand der Blitzintensität erreicht man Abstufungen in der Belichtungen. An hochwertigen Kameras oder Blitzgeräten kann man die Lichtintensität einstellen.
AEB
Auto Exposure Bracketing = Belichtungsreihenautomatik
Moderne elektronische Kameras können meist automatisch Belichtungsreihen mit je drei, fünf oder sieben Bildern automatisch erstellen.
Kontrastumfang
Oder Kontrastverhältnis, Dynamic Range, Dynamikumfang ... Beschreibt das Verhältnis der hellsten zur dunkelsten Lichtstelle, die ein Bild enthalten kann
DRI
Abkürzung für Dynamic Range Increase, deutsch: Erhöhung des Dynamikumfangs. DRI kann man auch als Oberbegriff für HDR verstehen. Er steht ebenso für das sogenannte Exposure Blending, also grob gesagt die Montage unterschiedlich belichteter Fotos zu einem LDR-Bild (siehe unten). Das "I" in der Abkürzung steht dabei für Increase (Erhöhung), nicht für Image (Bild).
HDR
Abkürzung für High Dynamic Range, deutsch: hoher Kontrastumfang. Unter HDR versteht man einen derart hohen Kontrastumfang, dass aktuelle Monitore nur einen geringen Teil des Bildes darstellen können, da der Kontrastumfang zu hoch ist. Mittlerweile werden mit HDR allerdings auch oft einfach Bilder gemeint die dem mittels Tone Mapping erzielbaren Ergebnis entsprechen (surreal, bunt, detailreich, dunkle bis graue Himmel, Lichtflecken ...)
HDRI
Abkürzung für High Dynamic Range Image, deutsch: Bild mit hohem Kontrastumfang. Gemeint ist also ein HDR-Bild.
LDRI Low Dynamic Range Images
Low Dynamic Range Images sind herkömmliche digitale Aufnahmen, ohne hohen Dynamikumfang. Sie werden als Low Dynamic Range Images oder LDR-Aufnahmen bezeichnet. Also praktisch jedes Bild, das man mit Kameras aufgenommen hat und ohne weitere bearbeitung im Internet und gedruckten Medien direkt betrachten kann
Tone Mapping
HDR Formate haben 32 Bit. Nur professionelle Drucker und Monitore können eine Farbtiefe von 32 Bit darstellen. Aus diesem Grund wandelt man mittels Tone Mapping das HDR Format in einen darstellbaren Farbraum um. Bei diesem Vorgang werden die Bilder auf 16 Bit (32,768 Stufen) oder 8 Bit (255 Stufen) runter gerechnet. Tone Mapping stellt immer einem manuellen Prozess dar in dem versucht wird die lokalen Kontraste/Details zu erhalten oder zu betonen.
RAW-Format
Das RAW-Format ist das Rohdatenformat in der Fotografie. Bei diesem Format werden die Daten ohne Bearbeitung auf das Speichermedium geschrieben. Für die Weiterverarbeitung ist dieses Format sehr empfehlungswert da keine Dateiinformation verloren geht, jedoch sind die Dateien entsprechend groß.
Geisterbilder
Wird mit einer Belichtungsserie ein Objekt aufgenommen, das sich bewegt, so erscheinen im fertigen HDR Bild eventuell Geisterbilder von zB halb transparenten Personen. Dies geschieht da auf einem Bild die Person zu sehen ist und zB auf einem anderen nicht mehr, oder sich schon an einer anderen Stelle befindet.